CRA für Hersteller

Wir machen regulatorische Anforderungen technisch umsetzbar.

Wir unterstützen Hersteller digitaler Produkte bei CRA-Betroffenheit, Gap-Analyse, Anforderungskatalog und technischer Umsetzung. Besonders für Embedded Linux, Legacy-Code, OSS-Abhängigkeiten und systemnahe Software.


CRA Tech-Check

Mögliche Maßnahmen

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Frage 1

Ergebnis mit sodge IT besprechen

Technischer Erstabgleich für Hersteller digitaler Produkte

Beantworten Sie einige Fragen zu Produkt, Bereitstellung und Pflege. Der Check gibt erste Hinweise zu CRA-Betroffenheit und typischen Umsetzungsfeldern.

  • Dauer: ca. 5-10 Minuten
  • Ergebnis: technische Ersteinschätzung
  • Keine Rechtsberatung und keine abschließende Einzelfallbewertung



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Unsere Tipps

Hinweise zu möglichen Umsetzungsfeldern erscheinen hier gesammelt.


Für wen unser CRA-Angebot besonders passt

Wir unterstützen vor allem Hersteller und Entwicklungsteams, die nicht nur regulatorische Einordnung brauchen, sondern echte technische Umsetzung. Besonders viel Mehrwert schaffen wir dort, wo Produkte, Plattformen und Entwicklungsrealität komplex sind.

Embedded- und IoT-Produkte

Produkte mit Firmware, Embedded Linux oder gerätenaher Software, bei denen Sicherheit, Updates und Lifecycle-Themen früh technisch mitgedacht werden müssen.

Linux-, Yocto- und Plattformprodukte

Systeme mit eigener Plattform, Build-Umgebung oder Appliance-Charakter, bei denen SBOM, Härtung, Pflege von Komponenten und Release-Prozesse zusammenkommen.

Legacy- und Bestandssoftware

Gewachsene Produkte mit Altlasten, langen Lebenszyklen und historisch gewachsenen Prozessen, die CRA-tauglich gemacht werden müssen, ohne das Produkt neu zu erfinden.


Warum Sie sich jetzt mit dem CRA befassen sollten

Der Cyber Resilience Act bringt Cybersicherheit verbindlich in Produktentwicklung, Dokumentation, Schwachstellenmanagement und Pflege über den gesamten Lebenszyklus. Für Hersteller digitaler Produkte bedeutet das vor allem: Anforderungen früher klären, technische Schulden sichtbar machen und Prozesse so aufsetzen, dass sie auch unter realen Entwicklungsbedingungen tragfähig bleiben.

Kernaufgaben im CRA

Verbindliche Produktanforderungen Cybersicherheit wird Teil der Produktanforderungen und darf nicht erst kurz vor dem Inverkehrbringen betrachtet werden.
Schwachstellenmanagement als Pflicht Hersteller müssen Meldungen, Bewertung, Behebung und Kommunikation von Schwachstellen belastbar organisieren.
Technische Nachweise und Dokumentation Entscheidungen, Maßnahmen und Produktinformationen müssen nachvollziehbar dokumentiert und über die Zeit pflegbar gehalten werden.
Pflege über den Lebenszyklus Sicherheitsupdates, Supportzeiträume und Betriebsfähigkeit werden zu einem festen Teil der Produktverantwortung.
Der CRA ist kein reines Dokumentationsthema. Wer spät startet, muss oft unter Zeitdruck an Architektur, Build-Prozesse, Abhängigkeiten, Update-Mechanismen und Organisationsschnittstellen arbeiten.
Fazit:
Wer früh beginnt, verteilt Aufwand sinnvoll, reduziert spätere Nachbesserungen und schafft belastbare Grundlagen für sichere und marktfähige Produkte im EU-Binnenmarkt. Welche Pflichten im Einzelfall verbindlich greifen, hängt aber immer auch von Produktabgrenzung, Marktrolle und Vertriebsmodell ab.

So unterstützen wir Sie bei der CRA-Umsetzung

Wir verbinden CRA-Verständnis mit echter Produktentwicklung. Statt abstrakter Empfehlungen arbeiten wir an den Stellen, an denen Umsetzung im Alltag schwierig wird: Architektur, Code, Build- und Release-Prozesse, OSS-Abhängigkeiten, SBOMs, Schwachstellenmanagement und technische Dokumentation. Unser Fokus liegt auf technischer Umsetzung und belastbarer regulatorischer Einordnung, nicht auf Rechtsberatung im Einzelfall.

Betroffenheit, Erstbewertung und Gap-Analyse

Fällt unser Produkt unter den CRA und wo stehen wir technisch?

Wir schauen gemeinsam auf Produktgrenzen, Marktrolle, Einsatzkontext, Architektur und Entwicklungsstand. Daraus entsteht eine erste technische und regulatorische Einordnung mit Blick auf die größten Lücken und Risiken.

Ergebnis: belastbare Ersteinschätzung, priorisierte Gap-Liste und klare nächste Schritte für Produkt, Organisation und Entwicklungsteam.

  • Produktabgrenzung
  • Architekturreview
  • Risiko- und Gap-Analyse
  • OSS-Inventar
Anforderungskatalog und Umsetzungsplan

Was müssen wir konkret ändern, nachweisen oder vorbereiten?

Wir übersetzen CRA-Anforderungen in konkrete technische und organisatorische Arbeitspakete. Dabei priorisieren wir nach Produktrealität, Risiko, Umsetzbarkeit und vorhandenen Entwicklungsprozessen.

Ergebnis: technischer Anforderungskatalog, priorisierte Maßnahmenliste, Verantwortlichkeiten und ein pragmatischer Umsetzungsplan.

  • technischer Anforderungskatalog
  • priorisierte Maßnahmenliste
  • Entwicklungsprozess
  • CI/CD
Technische Umsetzung im Produkt

Wie bekommen wir die Maßnahmen in Code, Build und Release-Prozess?

Wir unterstützen direkt in Architektur, Codebasis, Build-Umgebung und Tooling. Das reicht von SBOM- und OSS-Transparenz über Härtung, Fuzzing, SAST/SCA und Update-Strategien bis zur Modernisierung kritischer Legacy-Stellen.

Ergebnis: umgesetzte Security-, Build-, SBOM- oder Update-Maßnahmen, technische Nachweise und weniger schwer beherrschbare Altlasten.

  • C/C++/C#
  • Rust/Go
  • Embedded Linux
  • Fuzzing
  • SAST/SCA
  • SBOM
Schwachstellenmanagement und Meldeprozesse

Wie reagieren wir sauber auf CVEs, Meldungen und mögliche Meldepflichten?

Wir helfen beim Aufbau pragmatischer Prozesse für Vulnerability Handling, Disclosure, Triage und die Zusammenarbeit zwischen Entwicklung, Produktverantwortung und Compliance. Bei Meldepflichten unterstützen wir technisch und organisatorisch; Rollen und rechtliche Verantwortung müssen kundenspezifisch sauber geregelt werden.

Ergebnis: funktionierender Meldeweg, Triage- und Bewertungsprozess, Vorlagen für technische Bewertung und nachvollziehbare Entscheidungswege.

  • CVE-Triage
  • Advisory-Monitoring
  • Vulnerability Handling
  • Meldevorbereitung
Begleitung über den Produktlebenszyklus

Wer behält Abhängigkeiten, Updates und Security-Themen dauerhaft im Blick?

Auf Wunsch übernehmen oder begleiten wir laufende produktnahe Aufgaben: Monitoring von CVEs und Advisories, Triage, Pflege von Komponentenübersichten, Wartung einzelner Bibliotheken, Reviews, Update-Entscheidungen und Abstimmung mit Entwicklungsteams.

Ergebnis: laufende CRA-nahe Betreuung mit Nähe zu Code, Releases, Abhängigkeiten und Produktlebenszyklus statt generischem Managed-Security-Angebot.

  • Security-Fixes
  • Komponentenpflege
  • Update-Entscheidungen
  • SBOM-Pflege
  • Legacy-Modernisierung

Warum sodge IT?

Wir kommen aus der technischen Produktentwicklung und sprechen mit Entwicklungsabteilungen auf Augenhöhe. Unsere Stärke liegt dort, wo CRA-Anforderungen auf Embedded-Systeme, Linux-Plattformen, Legacy-Code, OSS-Abhängigkeiten und reale Release-Prozesse treffen.

Seit mehr als 10 Jahren unterstützen wir Hersteller und Softwareteams im DACH-Raum bei C, C++, C#, Rust und Go, von Bare Metal bis Cloud. Wir arbeiten gerne an den schwierigen Stellen: Altlasten verstehen, Ursachen sauber analysieren und Lösungen so umsetzen, dass sie im Produktalltag funktionieren. Dazu bringen wir Erfahrung in Software Security, Open Source, CI/CD und technisch sinnvollen Entwicklungsprozessen mit.

10+ Jahre Produktentwicklung

Unterstützung von Entwicklungsabteilungen bei Produkten, Plattformen und langlebiger Software im DACH-Raum.

Systemnah bis Cloud

C, C++, C#, Rust und Go, Embedded, Linux, Legacy-Modernisierung, Backend und Build-Infrastruktur.

Security praktisch umgesetzt

Fuzzing, SCA, SAST, CI/CD, SBOM-nahe Komponentenübersichten und Schwachstellen-Triage mit Blick auf reale Releases.

Open Source als Alltag

Wir nutzen, pflegen und veröffentlichen Open Source und behalten Abhängigkeiten und Pflegezustand im Blick.

CRA fachlich angebunden

Kollegen aus unserem Team bringen sich in Normungsarbeit und fachlichen Austausch rund um CRA-nahe Themen ein.

Engineering statt Folienlogik

Wir suchen Ursachen, machen Bestandscode beherrschbar und bevorzugen tragfähige Lösungen vor kurzfristigen Workarounds.

Häufige Fragen zum CRA

Kurzantworten für Hersteller, die CRA-Pflichten technisch einordnen und die nächsten Schritte planen wollen.

CRA-Grundlagen und Fristen

Die wichtigsten Eckdaten für den ersten Überblick.

Was ist der Cyber Resilience Act (CRA)?

Der Cyber Resilience Act ist die EU-Verordnung 2024/2847 zu horizontalen Cybersicherheitsanforderungen für Produkte mit digitalen Elementen. Sie ist am 10. Dezember 2024 in Kraft getreten.

Wer ist vom CRA betroffen?

Betroffen sind vor allem Hersteller von Produkten mit digitalen Elementen, die im Rahmen einer Geschäftstätigkeit auf dem EU-Markt bereitgestellt werden. Ob der CRA greift, hängt vom konkreten Produkt, Einsatzzweck, Marktrolle und möglichen Bereichsausnahmen ab.

Ab wann gelten die Pflichten?

Die Meldepflichten nach Artikel 14 gelten ab dem 11. September 2026. Die Hauptpflichten, also insbesondere Konformitätsbewertung, CE-Kennzeichnung und allgemeine Produktanforderungen, gelten ab dem 11. Dezember 2027.

Welche Verpflichtungen bringt der CRA grob mit sich?

Je nach Produkt gehören dazu Sicherheitsanforderungen an Entwicklung und Produktdesign, technische Dokumentation, Schwachstellenmanagement, Meldepflichten und Sicherheitsupdates über den vorgesehenen Unterstützungszeitraum.

Warum jetzt handeln?

CRA-Umsetzung ist selten nur Papierarbeit. Oft sind Build-Prozesse, Abhängigkeiten, Update-Mechanismen, Dokumentation und Verantwortlichkeiten betroffen. Frühes Handeln verteilt Aufwand und reduziert späte Hauruck-Aktionen.

Was passiert, wenn mein Unternehmen noch nicht CRA-ready ist?

Fehlende Konformität kann zu regulatorischen Maßnahmen, Marktproblemen und erheblichem Nachbesserungsaufwand führen. Meist ist der erste sinnvolle Schritt, technische und organisatorische Lücken sichtbar zu machen und priorisiert abzuarbeiten.

Bestandsprodukte, Legacy und Updates

Was für vorhandene Produkte, Pflegezeiträume und spätere Änderungen wichtig wird.

Kann ich Bestandsprodukte weiterhin verkaufen?

Grundsätzlich ja, aber die genaue Marktrolle ist wichtig. Für Produkte, die bereits vor dem 11. Dezember 2027 in Verkehr gebracht wurden, greifen die CRA-Hauptpflichten nicht allein deshalb nachträglich, weil Restbestände weiter bereitgestellt oder weitervertrieben werden.

Anders kann es aussehen, wenn ein Produkt ab diesem Datum erstmals auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht oder später wesentlich geändert wird. Die Meldepflichten nach Artikel 14 gelten ab dem 11. September 2026 auch für zuvor in Verkehr gebrachte Produkte, soweit die Voraussetzungen erfüllt sind.

Was ist im CRA eine wesentliche Änderung?

Gemeint sind Änderungen nach dem Inverkehrbringen, die die Konformität mit grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen beeinflussen oder den vorgesehenen Verwendungszweck verändern können.

Nicht jedes Update ist automatisch wesentlich. Reine Sicherheits- oder Fehlerbehebungsupdates sind typischerweise nicht schon deswegen wesentlich; bei Feature-Erweiterungen, Plattformwechseln oder tiefen Eingriffen in Sicherheitsfunktionen lohnt sich eine saubere Einzelfallbewertung.

Wie lange muss ich ein Produkt unterstützen?

Der Unterstützungszeitraum orientiert sich daran, wie lange das Produkt voraussichtlich genutzt wird. Grundsätzlich beträgt er mindestens fünf Jahre; ist die erwartete Nutzungsdauer kürzer, kann auch der Unterstützungszeitraum entsprechend kürzer sein.

Bei Produkten mit längerer erwarteter Nutzung kann der erforderliche Zeitraum entsprechend länger ausfallen. Hersteller sollten diese Bewertung nachvollziehbar festlegen und dokumentieren.

Kann ich weiterhin Softwareupdates für alte Produkte liefern?

Ja. Der CRA steht Sicherheitsupdates für ältere Produkte nicht entgegen. Für Softwareprodukte sieht er außerdem vor, dass Hersteller frühere Versionen unter bestimmten Voraussetzungen auf eine zuletzt in Verkehr gebrachte Version führen und öffentliche Softwarearchive weiter betreiben können.

Was bedeutet der CRA für Legacy-Produkte?

Legacy ist nicht automatisch ein Verbot oder Makel. Kritisch wird es dort, wo unklare Abhängigkeiten, fehlende Build-Reproduzierbarkeit, alte Komponenten oder fehlende Update-Wege verhindern, dass Risiken bewertet und Sicherheitsprobleme praktisch behoben werden können.

In vielen Fällen geht es zuerst um eine realistische Risiko- und Gap-Analyse, danach um punktuelle Härtung, bessere Pflegeprozesse, gezielte Modernisierung oder eine klare End-of-Life-Strategie.

Open Source, SBOM und technische Umsetzung

Technische Bausteine, die in Vorbereitung und Nachweisführung helfen.

Brauche ich jetzt schon eine SBOM?

Die CRA-Anforderungen zur technischen Dokumentation und zum Umgang mit Komponenten greifen grundsätzlich ab dem 11. Dezember 2027. Eine SBOM oder belastbare Komponentenübersicht ist aber schon jetzt hilfreich, um Betroffenheit, Risiken und technische Lücken sichtbar zu machen.

Praktisch lohnt sich der frühe Start, weil Komponenten- und Versionsklarheit auch für Gap-Analyse, Meldeprozesse und spätere Reaktion auf Schwachstellen gebraucht wird.

Kann ich weiterhin Open Source nutzen oder daran mitentwickeln?

Ja. Der CRA verbietet weder die Nutzung noch die Mitarbeit an Open Source. Wenn Sie ein kommerziell bereitgestelltes Produkt mit digitalen Elementen auf den Markt bringen, bleiben Sie aber für dessen CRA-Konformität verantwortlich, auch wenn Open-Source-Komponenten enthalten sind.

Muss ich jede CVE innerhalb fester Fristen fixen?

Der CRA nennt keine pauschale Frist, nach der jede CVE immer in derselben Zeit behoben sein muss. Hersteller müssen Schwachstellen während des Unterstützungszeitraums aber wirksam handhaben und Sicherheitsprobleme ohne unangemessene Verzögerung adressieren.

Meldepflichtig sein können insbesondere aktiv ausgenutzte Schwachstellen sowie schwere Sicherheitsvorfälle nach Artikel 14. Diese Fristen gelten nicht für jede einzelne Alltagsmeldung, reichen aber über klassische CVE-Fälle hinaus.

Welche Rolle spielen Threat Modeling, Fuzzing, SAST, SCA und Patch-Management?

Diese Methoden verhindern Haftung oder Compliance-Probleme nicht automatisch. Sie helfen aber, Risiken früh zu erkennen, typische Fehlerklassen zu reduzieren und Sicherheitsprobleme nachvollziehbar zu behandeln.

Entscheidend ist nicht das Abhaken von Schlagworten, sondern dass Maßnahmen zu Produkt, Architektur, Risiko und realer Pflegefähigkeit passen.

Rollen, CE, Haftung und PLD

Kontextfragen, die wichtig sind, aber eine Einzelfallbewertung nicht ersetzen.

Brauchen reine Softwareprodukte ein CE-Kennzeichen?

Ja, wenn die Software als Produkt mit digitalen Elementen in den CRA-Anwendungsbereich fällt und ab dem 11. Dezember 2027 auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht wird.

Bei Software bedeutet CE-Kennzeichnung aber nicht zwingend einen physischen Aufkleber. Je nach Bereitstellungsform kann sie typischerweise auch in der Benutzeroberfläche, auf der Website, auf der Verpackung, in begleitenden Unterlagen oder in der EU-Konformitätserklärung erfolgen.

Was gilt für Distributoren, Importeure oder Relabeling?

Distributoren und Importeure haben eigene Sorgfalts- und Prüfpflichten, etwa zu CE-Kennzeichnung und erforderlichen Unterlagen. Unter bestimmten Umständen können sie selbst wie Hersteller behandelt werden.

Das ist besonders relevant, wenn ein Produkt unter eigenem Namen oder eigener Marke bereitgestellt, in eigene Lösungen integriert oder wesentlich verändert wird.

Wie hängen CRA und Produkthaftungsrichtlinie (PLD) zusammen?

Der CRA regelt vor allem Pflichten für Hersteller: Produktanforderungen, Prozesse, Dokumentation, Schwachstellenmanagement und Pflege. Die aktualisierte Produkthaftungsrichtlinie regelt, wann Hersteller für Schäden durch fehlerhafte Produkte haften.

Ein CRA-Verstoß führt nicht automatisch zur Haftung im Einzelfall. Er kann aber ein starkes Indiz dafür sein, dass ein Produkt nicht das Sicherheitsniveau bietet, das man vernünftigerweise erwarten darf.

Was ändert die neue PLD für Software, Updates und Sicherheitslücken?

Die aktualisierte Produkthaftungsrichtlinie bezieht Software ausdrücklich mit ein. Relevant werden damit auch Fehler in Software, problematische Updates oder fehlende sicherheitsrelevante Updates, soweit diese im Einflussbereich des Herstellers liegen.

PLD ist hier Kontext zum CRA, nicht unser Hauptangebot. Für verbindliche rechtliche Bewertungen sollte juristische Expertise eingebunden werden.

Zusammenarbeit mit sodge IT

Wie wir aus der regulatorischen Frage technische Arbeitspakete machen.

Wie kann sodge IT bei der CRA-Umsetzung helfen?

Wir unterstützen bei Betroffenheit, Gap-Analyse, Anforderungskatalog, technischer Umsetzung im Produkt sowie beim Aufbau von Schwachstellen- und Pflegeprozessen. Unser Schwerpunkt liegt auf realer technischer Umsetzbarkeit.

Dabei helfen wir bei technischer Umsetzung und regulatorischer Einordnung, ersetzen aber keine Rechtsberatung im Einzelfall. Bei Bedarf arbeiten wir mit rechtlicher Expertise auf Kundenseite oder über Partner zusammen.

Unterstützt sodge IT auch direkt in der Produktentwicklung?

Ja. Wir kommen aus der Softwareentwicklung und unterstützen nicht nur mit Konzepten, sondern auch in Architektur, Codebasis, Build-Systemen, CI/CD, Tests, Update-Mechanismen und technischer Dokumentation.

Das reicht von punktueller Unterstützung bei einzelnen Maßnahmen bis zur engeren Begleitung von Entwicklungsteams.

Übernehmt ihr auch laufende Betreuungs- oder Service-Aufgaben?

Ja, wenn es zum Produkt und zur Organisation passt. Wir können laufend bei CVE- und Advisory-Monitoring, Triage, Bewertung von Schwachstellen, Pflege von Komponentenübersichten und Vorbereitung von Security-Updates unterstützen.

Auch die Betreuung einzelner Bibliotheken, produktkritischer Komponenten oder wiederkehrender Vulnerability-Management-Aufgaben ist möglich. Rollen, Verantwortlichkeiten und Meldepflichten sollten dabei sauber mit dem Kunden abgegrenzt werden.

Könnt ihr bei Bestands- und Legacy-Code praktisch mit anfassen?

Ja. Gerade bei gewachsenen Produkten helfen wir, Build- und Release-Wege wieder beherrschbar zu machen, alte Abhängigkeiten zu bewerten, unnötigen Code zu identifizieren und Modernisierungsschritte realistisch zu priorisieren.

Unser Ziel ist nicht, jedes Produkt neu zu bauen, sondern Bestandscode so zu pflegen und weiterzuentwickeln, dass Sicherheits- und Pflegeanforderungen praktisch erfüllbar werden.

Wie sieht ein typischer Einstieg mit sodge IT aus?

Oft starten wir mit Produktabgrenzung, technischer Bestandsaufnahme und Gap-Analyse. Daraus entsteht ein priorisierter Anforderungskatalog mit konkreten Arbeitspaketen für Produkt, Entwicklung, Build, Release und Pflege.

Danach können wir die Umsetzung begleiten, einzelne Maßnahmen selbst mit umsetzen oder dauerhaft bei Security- und Lifecycle-Aufgaben unterstützen.